Tuja Heller - Atelier für  Meditativen Tanz  und kreative Ausdrucksformen
Folkloretanz - Ausdruckstanz  - Symboltanz  - Ausdrucksspiel (Jeux Sacrè) - Heiltanz - Kreistanz
Tai Chi - Qi Gong -  Stilles Qi Gong - Yüan Dao


 

Die Glücksdrachen 
und der Wahre Mensch


"Das chinesische Volk hat nie eine klare Trennung von Mythos und Wirklichkeit verlangt - tatsächlich sind beide so eng verbunden, daß es schwer zu entscheiden ist, wo das eine beginnt und wo das andere endet."
Clio Whittaker



 
.......
Anmerkungen

Die Verse sind dem taoistischen Text  Kuan Yin-Tze  entnommen. Dieses philosophische Traktat gehört zur magischen Tradition der taoistischen Schriften. Seine Datierung gilt als unsicher, es wird angenommen, daß er um 1000 n. Chr. enstanden sein dürfte. Der Drache ist in der chinesischen Mythologie ein Sinnbild der männlichen zeugenden Naturkraft und auch Hüter der Naturschätze. 

Daß hier eine Aufteilung dieser Wesen in Glücksdrachen und Panzerechse vorgenommen wurde, ist noch vereinfacht. Üblicherweise gibt es noch mehr (mindestens vier Kategorien).
Dieser Sicht entspricht ein abendländisches Motiv: Es war im Mittelalter verboten, z.B.  in der Buchmalerei Drachen mit gezacktem Kamm am Rücken zu malen, diese galten als böse, während die anderen als freundliche Wesen galten. Diese Unterscheidung wurde aus alter Überlieferung hergeleitet und von Versen der Bibel gestützt, wo diese von der "gewundenen" und der "flüchtigen" Schlange sprach. Möglicherweise wollte dieser alte Text ursprünglich das gleiche wie die taoistische Tradition aussagen?

Den Text und einige Gedanken dazu verdanke ich dem Essay von Hans Steininger: Der heilige Herrscher, sein Tao und göttliches Tun, veröffentlicht in Sino Japonica, der Festschrift für André Wedemeyer, Leipzig 1956

zur nächsten Seite (Bild- und Textnachweise)


zum Anfang dieser Seite

zur Startseite

zum Inhaltsverzeichnis

HOME

aktualisiert am 12.01.02

Copyright